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Eltern vergrippt, Kinder topfit? 7 Survivaltipps für diese Standardsituation

Aus aktuellem Anlass* hier ein paar Survivaltipps für die Situation “Eltern vergrippt, Kinder topfit”, die wir alle kennen und fürchten.

* (der Mann und ich haben eine fette Erkältung, die 3 Kinder sind alle fit & noch 2 weitere Karnevalsferientage zu überstehen)

Wer sonst noch was beisteuern kann, ich freu mich auf eure Kommentare. Oder schreibt mir, ich bin grad für jeden Hinweis dankbar!

1. Babysitter Bildschirm
Na klar, mach ich ein Filmchen an, wenn ich nicht mehr kann! Macht fast jeder, der weiß, dass Theorie und Praxis auch im Familienleben oft viele Briobahnlängen auseinander liegen.

Wir haben gute Erfahrungen mit festen Zeiteinheiten gemacht (eine Folge Pippi Langstrumpf per Stream oder DVD oä), die sind halbwegs kontrollierbar und sichern einem zuverlässig weitere 30 min ungestörtes Koma.

Tipp: Haltet immer ein besonderes “Goodie” in der Hinterhand. Ich habe z.B. im Keller eine Bullerbü-DVD gebunkert, die vielleicht zum Einsatz kommt, wenn’s uns weiterhin so besch*en geht…

2. Papamama Patient
Unsere Kinder sind ja alle unter 7 und daher gerne auch noch mit Kaufladen und Arztkoffer zugange. Wer ähnlich kleine Kinder hat, kann versuchen, sich mitten ins Kinderzimmer abzulegen und sich betüteln zu lassen.

Mit etwas Glück wird man nach kurzer Zeit als Möbelstück wahrgenommen und vergessen – und kann schlafen. Ok, dazu muss man krank oder abgestumpft genug sein. Klappt bei uns aber sehr gut – oder was meint ihr, von wo ich grad diesen Blogpost ins Telefon tippe?

Achtung: Tut alles! – Händewaschen, Minimalabstand halten etc – um zu vermeiden, dass sich die Kinder anstecken. Ich weiß, das ist schwer bis unmöglich, aber jeden Versuch wert.

3. TK ist Trumpf
Wohl dem, der jetzt ein paar Portionen hausgemachte Hühnersuppe aus seiner TK-Truhe holen kann! Medizin für die Eltern, Mahlzeit für die Kinder. In den Wintermonaten habe ich immer 3-4 Portionen auf Lager. Auch sonst ist der TK immer gut bestückt für Notzeiten. Klingt endlos piefig und altmodisch, aber rockt im Ernstfall den Platz.

4. Liegen lassen & Liegen bleiben
Außer dem Gang in den Keller (zur TK-Schatztruhe und der Notration Superspielzeug-Kinderüberraschung) mache ich im Haushalt NIX! Ich sag’ auch brutal alles ab, was geht.

Die Kinder laufen hier dann tagelang in den gleichen Sachen rum, weil nicht gewaschen wird, aber wtf?! Unsere Prio 1 ist jetzt gesund werden, nicht adrett aussehen (okay, das kommt auch sonst kaum vor).

5. Kurz raus aus dem Bazillendunst
Ist für die Kinder Gold wert, tut aber auch bei mittelschwerem Erkältungselend gut: ein klein wenig frische Luft. Die pustet den Kopf etwas freier und stärkt den Kreislauf. Wir haben unseren Hund, da müssen wir sowieso raus. Und wenn alles gar nicht geht, gibt’s noch den Garten – und für die Kinder neue Strassenkreide.

6. Schichtwechsel
Versteht sich fast von selbst: Zwei schniefende Eltern, die mit der fidelen Brut durch so einen Tag taumeln sind Schwachsinn. Also teilen der Mann und ich uns auf, gucken zu jeder Tageszeit, wer grad wie krank ist und lassen den Schwächeren für ein paar Stunden auf der Intensivstation Bett.

Gut, das geht nur, wenn beide fair spielen. Und wenn graduelle Unterschiede im Elendslevel noch erkennbar sind. Sonst? Zurück zu Tipp 1.

7. Hilfe holen
Kein Mensch ist eine Insel. Was machen wir, wenn unser Familientanker droht, auf Grund zu laufen? Wir hängen uns ans Telefon, funken S.O.S. und aktivieren unser Netzwerk (Grosseltern, Nachbarn, andere Eltern). Das Netzwerk, was wir in gesunden Zeiten gepflegt haben.

Und jetzt der Worst-Case: Ist keiner da? Weil ihr grad weit weg gezogen seid oder eure Kinder allein erzieht ? Dann versucht die Tipps 1-5 und vertraut auf eure Kinder, die wachsen unserer Erfahrung nach an Situationen “wo es wirklich drauf ankommt” und helfen mit, wo sie können.

So, Schluss jetzt. Muss aufstehen und ‘ne Windel wechseln. :-(
Gute Besserung allerseits!

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