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‘stop and stare’ – über kindliche Beobachtungsgabe

Was haben zwei Streithähne vor der Parklücke, ein Betonmischer und der morgendliche Stau in der Kita-Garderobe miteinander gemeinsam? Richtig, jede dieser Situationen sorgt bei meinen Kindern für akutes Salzsäulentum oder anders gesagt: stop and stare.

Familienintern nennen wir das Phänomen auch “die drei Stehrümchen” (nicht ganz zutreffend, ich weiß, aber gleichwohl voller Liebe). Und ich bin sicher, sollten wir in unserer Kleinstadt je auf einen inkognito urlaubenden Brad Pitt, eine Bande nackter Bankräuber oder einen Plüschhasen-Flashmob stoßen, meine Kinder könnten der Presse bzw. der Polizei alle, wirklich alle Details dazu liefern. Weil sie mit genauso viel Interesse hinsehen, wie ich oft weggucke. Weil bei ihnen die Neugier noch stärker ist als die zivilisatorische Tünche. Weil wir Menschen so sind – alles lernen, alles sehen wollen. Yes, Brad, ALLES. 😛

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Manchmal ist es mir peinlich, wenn meine Kinder stehenbleiben und Anteil nehmen (an schlechten Tagen nenn’ ich das auch schlicht “gaffen”): Erst heute früh umzingelten sie einen chromblitzenden Oldtimer, dessen Fahrer erfolglos mit dem Anlasser kämpfte. Manchmal bin ich auch genervt, zum Beispiel, wenn die Konzentrationsspanne meiner Kinder in vollen Umkleideräumen beim Um-, Aus-, Anziehen durch die Ablenkung unter Null Sekunden fällt (Geht das überhaupt? Egal).

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Oft aber kommt es zu schönen Begegnungen zwischen meinen Stehrümchen und ihren Studienobjekten (s. Bild, mit den Kanalsanierern auf der Hauptstraße sind wir schon längst per Du). Generell bieten Baustellen großartiges,  elternfreundliches Entertainment – vor allem diejenigen direkt neben einem Straßencafé mit Top-Cappuccino (Jahaa, ihr misogynen Miesmacher! Wenn ihr so wollt, bin auch ich eine ‘Latte-Macchiato-Mutter‘. Und stellt euch vor: trotz dreimal Gebären und Stillen kann ich “misogyn” noch buchstabieren und weiß, was es bedeutet).

Aber lassen wir das. Wir waren beim rumstehen und gucken. Also…

Schlußendlich ist es auch immer wieder schön, beim Hüten seiner kleinen Salzsäulen auf andere Eltern und ihre Kinder zu treffen. Man steht dann nicht allein herum, hat Zeit für ein Schwätzchen.
Und bekommt die Idee zu diesem Post.  (Danke für die Inspiration, liebe Christine <3)

Wie ist das bei Euch? Erlebt Ihr das “Phänomen Salzsäule” auch bei Euren Kindern?
Habt ihr Tipps, wie man damit umgeht? Oder wie man seine geliebten Mini-Gaffer wieder loseist? Dann schreibt mir oder kommentiert hier unten!

 

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