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Heimspiel Bonn

Warum schreibe ich dieses Blog? Eine berechtigte Frage, denn…

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Bloß kein Befindlichkeitsblog! Statt dessen das Beste aus der Heimspiel-Trickkiste…

Will ich unser Privatleben als Familie im Netz präsentieren?
Nein. Ehrlich gesagt stellen sich mir schon beim Gedanken daran die Haare auf. Zudem bin ich unfassbar schlecht im Witze erzählen.

Glaube ich, dass mich meine Kinder verändert haben?
Nein, eher nicht. Ich habe drei Kinder in vier Jahren bekommen und bin noch genauso abenteuerlustig, impulsiv, tanzwütig, unordentlich und reizbar wie zuvor. Also kann ich hier auch keine tiefgründige Selbsterforschung meiner neuen Identität als Mutter liefern.

Will Kann ich backen, basteln, nähen, dekorieren, sonst irgendetwas in Richtung DIY?
Um den von mir sehr geschätzten Martin Klempnow alias “Dennis aus Hürth” zu zitieren:
Leider nein, leider gar nicht.

Will ich den Debatten rund um das richtige “Parenting” noch etwas Originelles oder Streitbares hinzufügen?
Hell, no! Für Diskussionen dieser Art bin ich grundsätzlich zu pragmatisch und nach fast sieben Jahren Mutterschaft (das sind um die 2500 Nächte!) auch schlicht zu müde.

Bin ich vom Fach? Weiß ich es besser?
Nein. Als Journalistin mit solider Redakteursausbildung würde ich zwar nichts publizieren, was ich nicht gegenrecherchiert habe. Aber ich habe keine Fachausbildung oder akademische Qualifikation in Sachen Pädagogik, Erziehung oder Entwicklungspsychologie. Wenn ich hier also über meine Erfahrungen als Heimspielerin schreibe, nehmt sie bitte als “Tipps einer Schicksalsgenossin” und verbucht sie unter: kann klappen, muss aber nicht.

Für das Ideal der “guten Mutter” bin ich sowieso eine Zumutung: Ich knalle Türen, teile mein Essen nicht, drücke die Kinder gerne dem Mann aufs Auge kann toll delegieren, koche zu scharf, fahre zu schnell Auto, definiere mich chronisch über meine Arbeit und bin viel zu gern allein. Aber meine Familie findet mich trotzdem super und weiß: Ich liebe sie alle und gebe mein Bestes.

Mehr Leichtigkeit, bitte.

Dieses Blog betreibe ich sicher auch, weil es Spaß macht und mir das journalistische Texten fehlt, seitdem ich mich an diesem verfluchten 400-Seiten-Wälzer abarbeite. Aber vor allem soll es euch unterhalten und euren Alltag etwas erleichtern – und mehr Leichtigkeit können wir, die wir Kinder aufziehen, immer gebrauchen. Oder?